Stirnband nähen: Warmes Band mit Twist für Herbst & Winter

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Du möchtest auf kalte Ohren im Herbst/Winter verzichten und dabei auch noch gut aussehen? Kein Problem. Mit dieser ausführlich bebilderten Nähanleitung kannst du dir ein stylisches Haarband nähen, das zudem deine Ohren gegen Wind und Wetter schützt. Die eingedrehte Vorderseite macht das Stirnband zu einem echten Hingucker und verhindert, dass es zu tief ins Gesicht rutscht.

Wenn du auf den Geschmack gekommen bist, nähe doch direkt ein paar weitere Stirnbänder als Geschenk für Freunde und Familie.
Als Material lassen sich schöne Stoffreste einsetzen oder auch ein hübscher, ausgedienter Wollpullover, der beim Waschen aus der Form geraten ist.

Benötigtes Material um ein Stirnband zu nähen

  • Stoff(reste)
  • Maßband
  • Stoffschere / Rollschneider
  • Stecknadeln/Klipse
  • Schneiderkreide/Stift
  • Lineal
  • Nähmaschine
  • Nähgarn

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Hinweise zur Nähanleitung

  • Es eignen sich alle elastischen Stoffe wie z.B. Fleece, Sweat, Rippjersey, Woll- oder Strickstoffe etc.
  • Da die meisten Materialien beim Waschen einlaufen, solltest du deinen Stoff vor dem Nähen einmal waschen.
  • Wenn „rechts auf rechts“ angegeben wird heißt das, dass beide Stoffteile mit der Motivseite, also der später sichtbaren Seite, übereinander gelegt werden. Gleiches gilt für die Angabe „links auf links“ – nur umgekehrt.
  • Alle Nähte werden verriegelt, d.h. am Anfang & Ende jeder Naht nähst du 2-3-mal auf der gleichen Stelle vor- und zurück.
  • Nähe alle Nähte mit einem elastischen Stich deiner Nähmaschine und verwende eine Jerseynadel.
  • Die Nahtzugabe beträgt 0,7 cm.

Kopfumfang ausmessen und Schnittteil zuschneiden

Schnapp dir dein Maßband und messe zunächst deinen Kopfumfang aus. Bei einem Umfang von 55 – 58 cm benötigst du ein Stoffstück mit einer Länge von 55 cm. Die Stoffbreite sollte bei 24 cm liegen. Achte darauf, dass die Breite im Fadenlauf zugeschnitten wird, damit das Stirnband dehnbar ist. Wenn du einen leichten, sehr dehnbaren Stoff verwendest, kürze die Länge um 1- 2 cm ein, damit das Haarband später nicht ins Gesicht rutscht.
Möchtest du ein Haarband für ein Kind nähen, verringere die Länge entsprechend dem kleineren Kopfumfang. Bei der Breite reduzierst du um 2 cm.
Als Beispiel: bei einem Kopfumfang von 50 – 54 cm benötigst du ein Stoffrechteck, welches 51 cm lang und 22 cm breit ist.

Schlauch nähen

Lege dein Stoffstück mit der rechten Seite vor dich hin und falte es längs rechts auf rechts übereinander, so dass die langen Kanten genau aufeinander treffen.

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Nähe die lange Seite zusammen, lass aber im ersten Drittel unbedingt eine ca. 3 cm lange Wendeöffnung.
Bügele anschließend die Nahtzugabe auseinander.

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Wende den Schlauch anschließend auf rechts.

Twist eindrehen

Jetzt musst du dich gut konzentrieren, damit der raffinierte Twist richtig gelingt. Beim zweiten oder dritten Haarband wirst du dann sicher schon routinierter vorgehen können.
Lege also deinen Stoffschlauch so vor dich hin, dass die Naht mittig vor dir liegt und nach oben zeigt.

Greife nun mit deinen beiden Händen jeweils von rechts und links in den Schlauch.

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Drehe den Stoffschlauch jetzt mit der linken Hand einmal nach oben, so dass die Naht auf dieser Seite nach unten zum Tisch schaut.

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Mit der rechten Hand klappst du den Schlauch genauso, nur entgegengesetzt eine halbe Drehung nach unten. Auch hier schaut die Naht jetzt zum Tisch.

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Das war es auch schon mit dem genialen Twist, war doch gar nicht so schwer, oder?

Schlauch zusammennähen

Lege im nächsten Schritt die Schlauchenden so zusammen, dass die Seitennähte aufeinandertreffen.

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Anschließend wird eine Seite über die andere gestülpt (genauso wie beim Zusammenlegen von Strümpfen). Der Stoff sollte jetzt so gekrempelt sein, dass er rechts auf rechts ineinander gestülpt ist.
Stecke den offenen Rand für die folgende Naht zusammen.

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Steppe die Schlauchenden nun einmal rundherum zusammen.

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Die Nahtzugabe kann bei Bedarf eingekürzt werden.

Stirnband fertigstellen

Als nächstes muss das Stirnband durch die Wendeöffnung auf rechts gedreht werden.

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Zum Schluss muss nur noch die Wendeöffnung geschlossen werden. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder steppst du die offene Naht mit farblich passendem Garn an der Nähmaschine zusammen. Oder, wenn du es ordentlich magst, schließt du die Öffnung per Hand mit dem unsichtbaren Matratzenstich (auch Leiterstich genannt).

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Wenn du die Mittelnaht so legst, dass sie in der inneren Mitte des Stirnbandes liegt, ist sie beim Tragen nicht sichtbar.
Probiere dein modisches Haarband für die kalte Jahreszeit am besten direkt an und führe es aus. Du wirst merken, dass sich dieses hübsche Accessoire ganz bequem um deinen Kopf legt und die Ohren angenehm warm hält.

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