Nähmaschine ölen und reinigen: Pflege deine Maschine

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Damit deine Maschine flüssig läuft und noch viele Jahre dein treuer Begleiter bleibt, musst du sie gut pflegen. Mit unserer Schritt-für-Schritt Anleitung machst du deine Nähmaschine wieder fit.

5 wichtige Hinweise für die Nähmaschinen Pflege

  1. Durchsuche die Bedienungsanleitung nach Angaben zur Reinigung deiner Maschine. Manche Nähmaschinen brauchen kein Öl!
  2. Schalte die Nähmaschine ab und trenne sie vom Strom, bevor du die Maschine ölst und reinigst.
  3. Verwende kein Speiseöl. Deine Nähmaschine braucht Nähmaschinenöl.
  4. Keine feuchten Lappen verwenden. Es darf keine Feuchtigkeit in das Innere der Nähmaschine gelangen.
  5. Selten ist die Nähmaschine kaputt. Oft ist mangelnde Pflege schuld, wenn die Nähmaschine hakt. Nähmaschine ölen, Faden korrekt einfädeln und eine neue Nadel wirken Wunder.

Utensilien um deine Maschine zu ölen und zu pflegen

  • Bedienungsanleitung der Nähmaschine
  • Öl für Nähmaschinen
  • Pinsel
  • Wattestäbchen
  • Saubere Stoffreste
  • Weiches (trockenes) Putztuch

Nähmaschine ölen und reinigen

Lege dir die genannten Utensilien zurecht. Zuerst entstaubst und reinigst du die Maschine, dann erst kommt das Öl dazu, um die Maschine wieder flüssig laufen zu lassen.

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Nähmaschine entstauben und reinigen

  1. Trenne die Nähmaschine vom Strom.
  2. Entferne das Stromkabel.
  3. Entferne das obere Garn.
  4. Entferne Nähfuß und Nadel.
  5. Entferne die Stichplatte – meist kannst du sie mit Hilfe eines Schraubendrehers abnehmen.
  6. Öffne die Klappe für die Box mit dem Unterfaden.
  7. Nehme die Spule, Garnrolle inklusive Unterfaden heraus.
  8. Sind alle lockeren Kleinteile entfernst, nimmst du einen Handstaubsauger um den groben Schmutz zu entfernen.
  9. Feinere Verschmutzungen entfernst du mit Wattestäbchen und Pinsel. Pinsel das Innenleben bei Spule und unter Stichplatte aus.
  10. Säubere den Pinsel immer wieder mit einem Tuch.
  11. Zerlege, wenn möglich den Nähmaschinenarm in seine Einzelteile: Bei mechanischen Maschinen kann dieser oft ganz entfernt werden. Bei elektrischen Nähmaschinen kann das Kunststoffteil meist nach oben entfernt werden.
  12. Entferne Staub und Krümel mit Staubsauger und einem weichen Tuch.
  13. Verschmutzungen in Ecken und Kanten säuberst du mit Pinsel und Wattestäbchen.
  14. Öle deine Nähmaschine ein – die Vorgehensweise haben wir im nächsten Schritt beschrieben.

Nähmaschine ölen

Achtung! In der Regel sollten nur mechanische Nähmaschinen sollten geölt werden.

Schaue aber für alle Fälle in die Bedienungsanleitung deiner Maschine. Hier wirst du erfahren, ob du deine Maschine ölen sollst oder nicht.

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  1. Wenn nicht schon geschehen, trenne die Nähmaschine vom Strom.
  2. Öle alle beweglichen Teile mit dem Öl für Nähmaschinen ein.
  3. Drehe am Handrad, um die beweglichen Teile zu erkennen.
  4. Nehme dir den Nähmaschinenarm und den Spulenkasten vor.
  5. Verwende nur ganz wenig Öl. Ein Tropfen pro Teil reicht aus.
  6. Tupfe gründlich überschüssiges Öl auf.
  7. Setze deinen Nähmaschinenarm wieder zusammen.
  8. Setze die Spule wieder in den Spulenkasten und schließe diesen.
  9. Setze die Stichplatte (mit Schrauben) wieder ein.
  10. Setze eine neue Nadel ein und montiere den Nähfuß.
  11. Reinige nun mit einem weichen Lappen die Nähmaschine von außen.
  12. Setze das Kabel ein.
  13. Nähe ein paar Stiche (ohne Faden!) auf den sauberen Stoffresten um das Öl zu verteilen.
Tipp: Gib das Öl auf das Wattestäbchen. So vermeidest du, dass deine Nähmaschine in Öl schwimmt.

Wie oft sollte die Nähmaschine gereinigt und geölt werden?

Wie oft eine Nähmaschine gereinigt werden sollte, kann nicht pauschal gesagt werden. Offensichtlich wird es aber wenn du den Kasten unter der Stichplatte öffnest? Sieht es da drin aus wie in einem Mäusenest? Dann wird es höchste Zeit der Maschine wieder etwas Pflege zu gönnen.
Knattert deine Maschine besonders laut oder näht sie nur hakelig? Fängt sie, während du nähst, an zu quietschen? Zeit ihr ein paar Tropfen Öl zu verpassen!
Am besten wartest du erst gar nicht auf Anzeichen, sondern gönnst deiner Nähmaschine regelmäßig eine Öl-Kur.

Nähmaschinen-Wartung im Fachhandel

Möchtest du, dass deine Maschine einwandfrei läuft? Dann tu ihr etwas Gutes und gebe sie 1x jährlich zur professionellen Wartung beim Händler deines Vertrauens.
Nähst du eher seltener? Dann reichen auch Wartungen alle zwei Jahre aus.
Ein Vorteil von mechanischen Maschinen: Sie haben seltener Wehwehchen, weil sie robuster als ihre elektrischen Kollegen gebaut sind.

Lust deine gepflegte und wieder einwandfrei laufende Nähmaschine gebührend einzuweihen? Schau dir unsere kostenlosen Nähanleitungen an!

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