Türstopper nähen: Türstopper in Häuschenform

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Ein schöner Einstieg ins Thema „Nähen“ sind Türstopper. Sie sind, wie er der Name schon verrät, nicht nur sehr praktisch für den Alltag, sondern auch schnell und ohne große Vorkenntnisse zu nähen. Wer es schlicht bevorzugt, der fügt einfach Vorder- und Rückteil mit dem Seitenstreifen zusammen und setzt zwei Henkel ein und schon ist die Hülle des Türstoppers fertig. Wer es verspielter liebt, der kann auf der Vorderfläche kleine Rechtecke applizieren. Mit dieser simplen Aufwertung in Kombination mit den Henkeln entsteht im Nu die Anmutung eines kleinen Häuschens. Das Anfertigen dieses Türstopper-Häuschen soll in folgendem Beispiel erläutert werden.

Material und Zuschnitt für dein Türstopper

Dieser Türstopper kann komplett aus Kunstleder genäht werden, je nachdem, welche Materialien
zur Verfügung stehen. In diesem Beispiel wurden verschiedene Stoffarten verwendet:

  • Kunstleder für Seitenstreifen: 17,5 cm breit x 79 cm lang
  • beschichtete Baumwolle, weiß-grau gestreift: für Vorder- und Rückseite: 21 cm lang, 17,5 cm breit
  • Silberfolienstoff für Henkel: zwei Streifen 6 x 35 cm
  • Silberfolienstoff für Applikation Fensterläden: vier Streifen à 5 cm Länge x 1,5 cm Breite
  • Silberfolienstoff für Applikation Herz: 2 x 2 cm
  • Baumwolle für Applikation Fenster: zwei Rechtecke 5 cm Länge x 4 cm Breite
  • Baumwolle für Applikation Tür: 6 x 9 cm
  • Sand zum Befüllen+Tüten: 6-7 halb gefüllte Plastiktütchen der Größe: 17 x 27 cm

Hilfsmittel:

  • Nähmaschine
  • farblich passendes Garn
  • Wonderclips
  • Stecknadeln
  • Sprühzeitkleber
  • Nadel und Faden, evt. Fingerhut zum Durchstechen des Kunstleders
  • Schere
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    Anleitung Türstopper nähen

    Vorbeireitung der Applikation

    Zunächst werden die zwei kleinen und das größere Rechteck aus Baumwolle, welche die Fenster und Haustür darstellen sollen, mit Sprühzeitkleber aufgeklebt, damit mein Aufnähen nichts verrutscht. Wird Baumwolle für die Applikation verwendet, wird diese sehr wahrscheinlich an den Schnittkanten ausfransen. Dieser Effekt kann dem Häuschen einen zusätzlichen Charme eines „Vintage-Looks“ verleihen. Wer das nicht mag, verwendet einfach Kunstleder, das nicht ausfranst. Zum Aufnähen der Rechtecke wurde in diesem Beispiel ein farblich passendes, brillant glänzendes Garn verwendet. Wer es kontrastreicher mag, kann selbstverständlich auch einen farblichen Gegenspieler verwenden, was auch sehr attraktiv aussehen kann.

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    Annähen der Fenster und Tür

    Zum Annähen der Fenster und Tür wird ein einfacher Nähfuss und gerader Steppstich verwendet. Ein Freihandnähfuß wird nicht benötigt, da die zu nähenden Linien alle rechtwinkelig sind. So wird nun mehrfach, ca. vier Mal, das Stoffrechteck an der Kante umrandet, um einen breiten Umriss zu erzeugen. Anschließend wird in die Mitte der Fensterrumrandung ein Kreuz gesteppt, ebenfalls mehrfach vor und zurück. Am Anfang und Ende aller beschriebenen Nähte in diesem Text, wird der Faden immer verriegelt, das heißt kurz vor- und zurückgenäht.

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    Annähen der Fensterläden

    Die Fensterläden werden direkt rechts und links neben die Fenster zunächst aufgeklebt und dann einmal knappkantig ringsum festgesteppt.

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    Zusatzapplikation Tür

    Wer Details mag, kann noch ein kleines Freihand ausgeschnittenes Herz, aufkleben und knappkantig feststeppen. Die zwei Nähte, die auch mehrfach vor- und zurückgenäht wurden, stellen das Bändchen dar, mit dem das Herz „aufgehängt wurde“. Und ein waagrechter Strich in Mitte des rechten Türrahmens symbolisiert den Türgriff.

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    Nähen der Henkel an den Türstopper

    Zum Nähen der Henkel werden die zwei zugeschnittenen silberfarbenen Streifen zur Hand genommen. Diese werden beidseitig ca. 1- 1,5 cm nach innen, also links geschlagen und dann der Länge nach mittig zusammengefaltet, so dass keine offenen Kanten mehr zu sehen sind. Bei diesen dicken Materialien empfehlen sich sogenannte Wonderclips zum zusammenstecken. Alternativ können auch Büro- oder oder Wäscheklammern verwendet werden. Dann wird sowohl die zu schließende Kante, als auch die andere Seite knappkantig mit einem großen Stich abgesteppt.

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    Zusammenfügen der Seiten

    Nun wird der lange Kunstlederstreifen, der für die Seiten des Türstoppers vorgesehen ist, verwendet. Die Stoffseiten werden rechts auf rechts aufeinander gesteckt. Begonnen wird in einer der Ecken der Vorderseite. Wie im oberen Bereich des Türstoppers auf dem Foto zu sehen ist, werden die Ecken nicht bündig übereinandergelegt, sondern der Seitenstreifen wird ca. 1 cm überlappend an die Ecke angelegt. Dies die Nahtzugabe, die benötigt wird, um das andere Ende des Seitenstreifens mit dem Anfang zu verbinden. Der Streifen wird an der Vordergrund Rückseite ein mal ringsum festgesteckt.

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    An einer der Seiten wird eine Wendeöffnung von ca. 10 cm offen gelassen.

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    Henkel einfügen

    An den oberen, äußeren Ecken werden vier Lücken in ca. 3,5 cm Breite für die Henkel bereit gelassen. Zunächst wird der Henkel für die Vorderseite des Türstoppers in die vorbereiteten Öffnungen auf der rechten und linken Seite eingeschoben. Unbedingt darauf achten, dass diese nicht verdreht eingeschoben werden! Dann wird der zweite Henkel für die Rückseite zwischen Seitenstreifen und Rückseite des Türstoppers rechts und links außen eingeschoben. Wieder auf eine korrekte Lage der Henkel achten! Dann wird an der Vorder- und Rückseite jeweils ringsum füßchenbreit abgesteppt. An den Henkeln wird eine dreifache Naht empfohlen, weil diese durch das Gewicht des Sandes einiges tragen müssen. Anschließend wird der Anfang und das Ende des Seitenstreifens zusammengenäht.

    Henkel einfügen

    Türstopper mit Sand befüllen

    Nach dem der Türstopper ringsum vernäht wurde, wird er durch die Wendeöffnung auf rechts gekrempelt. Die Ecken werden dann sauber ausgeformt und der Stopper kann gefüllt werden. In die Größe dieses Türstoppers passen 6-7 Sandsäckchen.

    Tipp:Sind noch Leerräume vorhanden, beispielsweise in den Ecken, können diese mit zerknülltem Zeitungspapier gefüllt werden, damit der Sack schön gleichmäßig gefüllt und prall aussieht.

    Wendeöffnung schließen

    Zum Schluss wird die Wendeöffnung mit dem sogenannten Leiterstich verschlossen. Dazu wird der Faden durch die Nähnadel gezogen und die beiden Enden verknotet. Dann wird an einem Ende der Öffnung mit der Nadel ein und wieder raus gestochen und die Nadel durch die Garnschlaufe gezogen, so dass der Faden fest am Stoff hängt. Nun wird abwechselnd von einer Stoffseite zur nächsten immer an der Kante ein- und auf der gleichen Seite wieder ausgestochen, siehe Foto. Danach wird der Faden festgezogen, so dass sich die Naht schließt, siehe ganz rechts im Foto. Am Ende den Faden noch gut vernähen, abschneiden, fertig.

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    Selbstgenähter Türstopper im Einsatz

    Formt man die Henkeln ein wenig zu einer Spitze, wirken sie wie das Dach eines Häuschens! Nun ist der Türstopper einsatzfähig zum Aufhalten Eurer Türen!

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