Wissenswertes: Alles rund um den Futterstoff

Teaser-Futterstoff

Was ist Futterstoff?

Der Begriff Futter bezieht sich nicht primär auf ein bestimmtes Material, sondern auf die eingenähte, innere Stoffschicht von Kleidung oder Accessoires wie Taschen. Futterstoffe machen Nähprojekte im Allgemeinen stabiler und halten sie besser in Form. Im Grunde kann jeder Stoff als Futterstoff definiert werden. Ob Baumwoll-Batist, Polyester-Satin oder Sweat-Stoff – wählen Sie den Stoff passend zum Projekt. Achten Sie darauf, welche Eigenschaften Sie vom Futterstoff erwarten oder welchen Zweck er erfüllt.
Futterstoffe machen Kleidungsstücke in der Regel gleitfähiger und erleichtern das An- und Ausziehen. Eine Futterschicht schützt sowohl den Stoff als auch die Haut. Während ein kratziger Wollstoff die Haut reizen kann, tritt dieses Problem bei einem Futter nicht auf. Empfindliche Materialien wie Seide werden vor Schweiß, Reibung und Schmutz geschützt. Futterstoffe eignen sich auch sehr gut für die Herstellung von nicht sichtbaren Schnittteilen. So können beispielsweise Leistentaschen zu sperrig sein, wenn sie komplett aus Oberstoff genäht werden. In einem solchen Fall ist es ratsam, Taschenbeutel aus dünnerem Futterstoff einzuarbeiten. Das Futter kann Kleidungsstücke isolierender machen, z. B. durch Einnähen eines wattierten Steppstoffes oder ähnlicher isolierender Materialien. Außerdem verdeckt es Nahtzugaben sowie die linke Stoffseite und ggf. Innentaschen, wodurch das Versäubern der Kanten entfällt. Bei transparenten Oberstoffen verhindert die Futterlage ein unerwünschtes Durchscheinen des Körpers oder des Inhalts.

Nähen von Futterstoff

Die Pflegen und Verarbeitung ist stark materialabhängig, weshalb eine allgemeine Nähanleitung nicht möglich ist. Feine Taftstoffe sollten mit einer Nähnadel Größe 60 NM genäht und vorsichtig ohne Dampf gebügelt werden. Bei gestrickten Stoffen verwenden Sie eine Jersey-Nadel. Auch wattierte Textilien und Fellimitate sollten nicht direkt gebügelt werden, um die Struktur nicht zu zerstören. Beachten Sie bei der Pflege immer die Pflegeeigenschaften des empfindlicheren Textils, da meist unterschiedliche Textilien in einem Projekt vernäht werden. Je nach Zusammensetzung kann dies der Oberstoff oder das Futter sein.

Arten von Futterstoff

  • Klassischer Futtertaft
    Taft sind feine Textilien, die meist aus synthetisch hergestellten Naturfasern wie Viskose, Acetat oder Polyester bestehen. Die Stoffe haben einen angenehmen, seidigen Glanz und fühlen sich körnig an. Taft verleiht der Kleidung Formbeständigkeit, ohne sperrig zu sein. Allerdings ist das Material sehr knitteranfällig.
  • Pelzimitat
    Bei Pelzimitat wird ein Faserflor in das Gewebe oder Gewirke eingearbeitet. Dadurch erhält der Stoff seine flauschige Oberfläche. Mehr über Kunstpelz erfahren Sie in diesem Stoffratgeber.
  • Wattiertes Steppfutter
    Beim gesteppten Futter bildet meist ein Futtertaft die rechte Seite des Stoffes, auf der Rückseite befindet sich ein Volumenvlies. Die Stofflagen werden durch Steppnähte verbunden. Das Material ist ideal für warme Kleidung oder zum Auskleiden von Accessoires wie Decken oder Taschen.
  • Gewirktes Futter
    Gewirktes Futter ist ein gewirktes Gewebe, das in verschiedenen Materialien erhältlich ist. Das Gewebe ist querelastisch, d.h. in der Breite des Stoffes, und hat einen fließenden Faltenwurf. Der Stoff eignet sich als Futterstoff für fließende Oberstoffe, da er jede Bewegung zulässt.
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