Brotkorb nähen: Dekoratives Körbchen zum Wenden

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Erwiesenermaßen isst das Auge mit und deshalb sollten auch Brot und Brötchen beim dekorativen Anrichten auf dem Esstisch nicht zu kurz kommen.
Die Nähanleitung zeigt Dir, wie Du in wenigen Schritten ganz einfach einen Brotkorb nähst, der genügend Platz für Brot und Brötchen bietet.

Der Brotkorb lässt sich nach dem Frühstück oder Abendbrot direkt mit dem restlichen Inhalt verschließen, so bleibt alles frisch für den nächsten Tag.

Um Verpackungsmüll zu sparen, kannst Du den Korb als Beutel auch direkt mit zum Bäcker nehmen und dort nach Belieben auffüllen lassen.

Material für einen Brotkorb

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Die hier verwendeten Maße ergeben einen 40cm hohen, 30 cm breiten und 20cm tiefen Brotkorb dessen Rand umgeschlagen werden kann.

  • 2x Webware mit den Maßen 42cm x 42cm als Außenstoff
  • 2x Webware mit den Maßen 42cm x 42cm als Innenstoff
  • 2x Stoffstreifen für den Tunnelzug mit den Maßen 6cm x 38cm
  • 2 Stück Volumenvlies zum Aufbügeln jeweils mit den Maßen 40cm x 32cm (z.B. Vlieseline H640)
  • 2m Kordel/Band (alternativ 2x 1m)
  • Stoff- und Zackenschere
  • Stecknadeln / Klipse
  • Schneiderkreide / Stift
  • Lineal
  • Nähmaschine
  • Nähgarn
  • Bügeleisen und Bügelbrett

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Hinweise zu der Nähanleitung des Brotkorbs

  • Bei den Schnittteilen ist bereits eine Nahtzugabe von 1 cm enthalten
  • Wenn „rechts auf rechts“ angegeben wird heißt das, dass beide Stoffteile mit der Motivseite, also der später sichtbaren Seite, übereinander gelegt werden – gleiches gilt für die Angabe „links auf links“, nur umgekehrt
  • Als Material für den Brotkorb eignen sich Webwaren aller Art wie z.B. Leinen, Popeline, Jeans oder auch beschichtete Stoffe wie Wachstuch – dehnbare Stoffe eignen sich nicht
  • Alle Nähte werden verriegelt, d.h. am Anfang & Ende jeder Naht nähst Du 2-3-mal auf der gleichen Stelle vor- und zurück

Schnittteile vorbereiten

Zunächst solltest Du Deinem Bügeleisen einheizen, denn für eine bessere Standfestigkeit Deines Brotkorbs wird nun nach Herstellerangabe das Bügelvlies auf die linke Seite des Außenstoffs aufgebügelt. Dafür positionierst Du das Vlies an die untere Kante des Stoffes. Ca. 10 cm an der Oberseite werden nicht verstärkt, da der später umzuschlagende Rand keine Festigkeit benötigt.

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Das andere Außenstoffstück wird anschließend ebenfalls mit dem Bügelvlies versehen.

Da Du ja bereits am Bügeltisch stehst, kannst Du geradeswegs die beiden Stoffstücke für den Tunnelzug vorbereiten. Dafür werden alle vier kurzen Seiten 2x für jeweils einen halben Zentimeter links auf links eingeschlagen und umgebügelt.

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Anschließend legst Du beide Stoffstreifen an der langen Kante links auf links und bügelst noch einmal darüber.

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Die Streifen für den Tunnelzug können dann erstmal beiseite gelegt werden.
Nimm Dir jetzt die vier Stoffstücke für den Brotkorb zur Hand und markiere an den beiden unteren Ecken jeweils 2 Quadrate mit den Maßen 10cm x 10cm.

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Diese schneidest Du nun aus.

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Jetzt sind alle benötigten Schnittteile vorbereitet und es kann mit dem Nähen begonnen werden.

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Tunnelzug annähen

Lege Dir ein vorbereitetes Stoffteil des Außenstoffs mit der rechten Seite nach oben vor Dich hin und stecke den Tunnelzug mit der offenen Kante mittig an die Oberseite des Außenstoffs.

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Darüber wird rechts auf rechts ein Stoffteil aus dem Innenstoff gelegt und ebenfalls festgesteckt.

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Nähe nun die Stofflagen mit 1cm Nahtzugabe zusammen.

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Die Nahtzugabe kannst Du anschließend mit einer Zackenschere zurückschneiden. Die Stoffkanten werden dadurch versäubert und fransen nicht mehr aus.

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Nähe den zweiten Tunnel nun genauso zwischen Außen- und Innenstoff wie zuvor.

Außen- und Innenstoff des Brotkorbs zusammennähen

Lege im nächsten Schritt eines der beiden Stoffstücke mit der rechten Seite nach oben vor Dich hin.

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Darüber wird nun passgenau das andere Stoffstück rechts auf rechts gelegt und zwar so, dass sowohl die beiden Innenstoffe als auch die Außenstoffe übereinander liegen.
Stecke alles mit Nadeln gut fest und nähe mit 1cm Nahtzugabe die langen Kanten und auch die beiden kurzen Seiten zusammen. Lasse allerdings eine ca. 10cm lange Wendeöffnung an der kurzen Seite des Außenstoffs offen.

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Die Nahtzugaben kannst Du nun wieder mit der Zackenschere zurückschneiden. Bei der Wendeöffnung lässt Du sie aber lieber stehen um das spätere Schließen zu vereinfachen.

Korbboden nähen

Jetzt muss noch der Boden des Brotkorbs gefertigt, also die Tiefe eingenäht werden. Dafür klappst Du die unvernähten Ecken genau mit den Nähten aufeinander und steckst sie mit Nadeln zusammen. Steppe dann alles gut fest und wiederhole den Schritt mit den übrigen 3 Ecken.

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Jetzt ist es endlich soweit und der Korb kann durch die Öffnung auf rechts gewendet werden. Bevor Du den Innenstoff in den Außenstoff stülpst, schließe die Wendeöffnung.

Kordel einziehen

Im letzten Schritt musst Du noch die Kordel in den Tunnel einziehen. Schneide das Band dafür in zwei gleiche Teile und ziehe zunächst eins davon mit Hilfe einer Sicherheitsnadel rundherum durch beide Tunnel.

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Die beiden Enden verbindest Du dann mit einem festen Knoten.

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Gegenüber von diesem Knoten ziehst Du dann das zweite Kordelstück ein und verknotest es dann ebenfalls.
Ziehe nun an beiden Enden – der Brotkorb schließt sich und der Inhalt kann gut verpackt aufbewahrt werden.

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Wenn Du möchtest, kannst Du den Korb jederzeit wenden, und somit beidseitig Freude daran haben.

Viel Spaß beim künftigen Kredenzen Deiner Backwaren!

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2 Gedanken zu „Brotkorb nähen: Dekoratives Körbchen zum Wenden

  1. Sabine Roth Antworten

    Ich bin dabei den Brotkorb zu nähen. Vielen Dank für die schöne Anleitung. Ich bin am überlegen- müsste das Vlies nicht 40(Breite) mal 32(Höhe) sein. Es sind ja nur die oberen 10cm vlesfrei.MfG Sabine

    • Simon Antworten

      Hallo Sabine,
      schön, dass dir unsere Anleitung gefällt!
      Ja, da hat sich wohl ein Tippfehler eingeschlichen – ist nun korrigiert.
      Freundliche Grüße
      Simon

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